Auszeichnung


Auszeichnung

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Aus|zeich|nung ['au̮sts̮ai̮çnʊŋ], die; -, -en:
1. das Auszeichnen (1):
die Auszeichnung der Schülerinnen und Schüler erfolgte auf einer kleinen Feier.
2. etwas (besonders eine Urkunde, ein Orden, eine Medaille), womit jmd. ausgezeichnet wird:
er erhielt eine Auszeichnung für seine Verdienste.
Syn.: Abzeichen, Pokal, Preis.

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Aus|zeich|nung 〈f. 20
1. Preisangabe (bei Waren)
2. Ehrung, Belobigung
3. auszeichnendes Abzeichen, Kennzeichen, Orden, Titel
4. 〈Typ.〉 Auszeichnungsschrift
● er hat mehrere \Auszeichnungen erhalten ● Kapitälchen als od. zur \Auszeichnung verwenden; mit \Auszeichnung (als Prüfungsnote) hervorragend; eine Prüfung mit \Auszeichnung bestehen; der Text ist mit viel(en) \Auszeichnung(en) versehen 〈Typ.〉

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Aus|zeich|nung , die; -, -en:
1. das Auszeichnen (1, 2, 4).
2. Orden, Medaille, Preis:
eine hohe A. erringen.
3.
mit A. (mit dem Prädikat »ausgezeichnet«: eine Prüfung mit A. bestehen).

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I
Auszeichnung,
 
1) allgemein: das Herausheben eines einzelnen aus der Menge durch Anerkennung, Belobigung, auch durch Symbole wie Prämien, Orden, Rangabzeichen, früher auch Adelsprädikate.
 
 2) grafische Technik: die Hervorhebung von Teilen eines Satzes durch von der Grundschrift abweichende Schrift oder durch Süden p e r r e n; auch das vorhergehende Kenntlichmachen dieser Stellen im zugehörigen Manuskript durch (meist farbiges) Unterstreichen in bestimmter Weise.
 
 3) Handel: Preisauszeichnung.
II
Auszeichnung
 
(Markierung), die Anweisung zum Setzen von Text (Satzauszeichnung), das Anwenden solcher Anweisungen oder allgemein die Hervorhebung von Text zum Lesen; oft zieht eine bestimmte Satzauszeichnung eine entsprechende optische Texthervorhebung nach sich.
 
Typische Satzauszeichnungen in einem Papiermanuskript sind das Unterstreichen (für die Anweisung, dass dieser Text halbfett gesetzt und gedruckt werden soll) oder das Unterschlängeln (für Kursivsatz). Das Setzen (der Satz) kann von Satzprofis mit einem Satzprogramm vorgenommen werden, aber auch das Schreiben und Formatieren von Texten mit einem Textverarbeitungsprogramm kann im weiteren Sinne als Setzen bezeichnet werden. Die im Papiermanuskript stehenden Auszeichungen werden im Satz- bzw. Textprogramm in Satzbefehle umgesetzt - auch das Anwenden solcher Satzbefehle wird Auszeichnung genannt, denn die Textstelle ist nach der Anwendung mit einem Merkmal (kursiv, fett, hoch, tief usw.) versehen, d. h., sie ist ausgezeichnet. In heutiger Zeit wird die Phase des Papiermanuskripts häufig übersprungen, und es wird direkt im Programm, also im elektronischen Manuskript, ausgezeichnet.
 
In einem Textverarbeitungsprogramm ist es üblich, eine bereits geschriebene Textstelle zu markieren und ihr im Nachhinein die gewünschte Formatierung zuzuweisen, und zwar indem man den entsprechenden Befehl (für kursiv, fett usw.) wählt. In einem Satzprogramm geht man anders vor: Bevor ein kursiv zu setzendes Wort geschrieben wird, wird die Formatierung »kursiv« durch einen Befehl wie aufgerufen, dann wird das Wort eingetippt und anschließend wird die Kursivformatierung durch einen Befehl wie wieder ausgeschaltet. Das Auszeichnen in Satzprogrammen wird auch Taggen genannt (Tag). Insbesondere in Zusammenhang mit sog. neutralen Markierungs- oder Auszeichnungssprachen wie SGML ist »Taggen« der gebräuchliche Fachbegriff für Auszeichnen. Auch bei Layoutprogrammen (die heute oft die klassischen Satzprogramme ersetzen) spricht man von Tags (oder synonym von Marken): QuarkXPress-Marken, PageMaker-Tags.

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Aus|zeich|nung, die; -, -en: 1. das Auszeichnen (1, 2, 4). 2. Orden, Medaille, Preis: eine hohe A. erringen. 3. *mit A. (mit dem Prädikat „ausgezeichnet“): er hat die Prüfung mit A. bestanden.

Universal-Lexikon. 2012.

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